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unilogo Universität Stuttgart
  Institut für Architektur von Anwendungssystemen

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2008

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Lehrveranstaltungen: Studienprojekt

WeSPE
Dozent
Studiengänge
Planung

Zeitraum: April 2008 - April 2009

Lehrveranstaltungen
Aufgabenstellung,
Kundenausschreibung
In dem Projekt "WeSPE" (WS-Policy Environment) soll der bestehende protypische Editor refaktoriert und zu einer umfassenden Suite ausgebaut werden. Als neue Funktionen sollen in jedem Fall die Mehrbenutzerfähigkeit, Abfragemöglichkeit, Versionierung und die Statistik-Generierung hinzugefügt werden. Optional soll eine Verwaltung von Policy-Annotationen und eine Integration in einen ESB hinzugefügt werden. Wichtig ist, dass bei dem Abschluss des Projekts eine vollständige Dokumentation und umfassende Testfälle vorliegen.
Hintergrund

Die Service-orientierte Architektur (SOA) ist ein das Architekturkonzept nach dem moderne Unternehmensanwendungen entwickelt werden. Das zentrale Konzept hinter der Service orientierten Architektur sind Dienste (sog. Services). Dienste sind Programme (oder Teile von Programmen), die für ein Unternehmen von geschäftlicher Bedeutung sind. Dienste werden von Dienstanbietern angeboten, können über ein Diensteverzeichnis gefunden und von Dienstnehmern genutzt werden. Hierzu ist es notwendig, dass Dienste unabhängig von der verwendeten Programmiersprache und der unterliegenden Infrastruktur beschrieben werden. Für einen Dienstnehmer spielt es somit keine Rolle ob ein Dienst in Java, C# oder in COBOL programmiert ist.
Die am weitesten verbreitete Technologie zur Realisierung von Service-orientierten Architekturen ist die Web Service Technologie. In einer auf Web Services basierenden SOA werden die Schnittstellen von Dienste durch die Web-Service-Description-Language (WSDL) beschrieben. Funktionale Eigenschaften eines Dienstes werden durch WSDL und BPEL und nicht-funktionale Eigenschaften werden durch WS-Policy beschrieben. Eine WS-Policy enthält eine Menge von Zusicherungen. Eine solche Zusicherung ist beispielsweise eine Sicherheitszusicherung. Im Allgemeinen sind solche Zusicherungen (Assertions) domänenspezifisch und jeder Dienst ist frei, eigene Typen von Zusicherungen zu definieren.
WS-Policies (kurz: Policies) müssen erstellt werden und an Dienste annotiert werden. Policies ermöglichen ein zentrales Konzept des Service-orientierten Computings: Die Dienst-Virtualisierung. Dienste werden in einer SOA virtualisiert um die Kopplung zwischen Dienstnehmer und Dienstanbieter zu verringern. Ein Dienstnehmer ruft deswegen einen Dienst nicht direkt auf, sondern leitet seine Anfrage an einen sogenannten Enterprise Service Bus. Dieser Enterprise-Service-Bus (ESB) wählt nun basierend auf den funktionalen und nicht funktionalen Eigenschaften, die der Dienstnehmer spezifiziert hat, einen entsprechenden konkreten Dienst aus, an den die Anfrage weitergeleitet wird. Hierzu muss der Dienstnehmer dem ESB eine Policy, die seine nichtfunktionalen Anforderungen beschreibt übermitteln. Darüberhinaus müssen alle Dienste mit Policies annotiert sein, damit der ESB basierend auf der Policy des Dienstnehmers den entsprechenden Service aufrufen kann. Policies spielen daher eine zentrale Rolle in einer Service orientierten Architektur. Um Policies komfortabel erstellen und verwalten zu können, ist daher ein geeignetes Tool notwendig. Weiterhin müssen mit diesem Tool Typen von Zusicherungen erstellt, verwaltet und Zusicherungen in Policies eingefügt werden können.
Das IAAS hat für die Erstellung und Verwaltung von Policies und Zusicherungen bereits einen Prototypen erstellt. Für die ESB-Integration gibt es einen weiteren Prototyp, der bisher nicht mit dem existierenden Prototypen verknüpft ist.

Literatur
Ressourcen

Das IAAS Institut stellt zur Verfügung:

  • Arbeitsraum mit studentischen Arbeitsplätzen.

  • Server-Umgebung zum Testen der Software.

  • Software, die für die Entwicklung benötigt wird.

Es sind keine weiteren Ressourcen erforderlich.


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