SWoM

Stuttgarter WOrkflow Maschine

Das Projekt

Workflow Management Technolgie hat zahlreiche Einsatzbereiche, die von der Rechnerunterstützung von Büroabläufen über die Koordination von Menschen in Geschäftsprozessen bis hin zu vollstänig automatisierten Workflows reichen. Diese Technologie wird ebenfalls immer wichtiger in der Realisierung von B2B Prozessen und ist beim Einsatz in EAI Umgebungen Stand der Technik.

Gleichzeitig wird zweistufiges Programmieren, d.h. die Trennung der Programmentwicklung in „Programmieren im Großen“ und „Programmieren im Kleinen“, immer wichtiger. Das bedeutet, dass Software immer öfter sowohl aus Workflow Modellen (=Prozess Modellen) als auch aus Komponenten (=Diensttypen) besteht - z.B. sind alle Standardanwendungen derart gebaut. Portabilität der Software wird durch Portabilität der Workflow Modelle und interoperablen Zugriff auf Implementierungen der Komponenten gewährleistet. Dies erfordert Standards für Workflows als auch für Zugriffe auf Komponenten. Für Workflows hat sich BPEL (Business Process Execution Language for Web Services) als de facto Standard etabliert.

Unterschiedliche WfMS (Workflow Management Systeme) folgen unterschiedlichen Architekturen: Sie können zentral, verteilt, mobil, und in ersten Forschungsprototypen auch Peer-to-Peer (P2P) realisiert sein. Diese Architekturen haben alle ihre Vor- und Nachteile.

Im SWoM Projekt wird ein auf BPEL-basierendes state-of-the-art WfMS implementiert, das die wichtigsten Eigenschaften von Middleware-Produkten realisiert: Skalierbarkeit, Performance und Robustheit. Die entsprechende Infrastruktur wird durch IBM WebSphere und IBM DB2 zur Verfügung gestellt.

Die SWoM bildete die Grundlage für zahlreiche Projekte. So war jeweils ein Team von 8-12 Studenten im so genannten Studienprojekt damit beschäftigt die SWoM zu erweitern und zu verbessern. Nebenbei wurden zahlreiche Diplom- und Studienarbeiten sowie Fachstudien angeboten, die sich mit komplexen Einzelheiten der SWoM beschäftigten. Darüberhinaus floßen die Ergebnisse der SWoM in aktuell laufende Forschungsprojekte oder vice versa ein.

Im Augenblick dient die SWoM dazu, neue Ansätze zur Performanceverbesserungen von state-of-the-art BPEL engines zu implementieren und zu evaluieren. Insbesondere die Entwicklung eines Flow Optimizers bringt signifikante Performancegewinne. Entsprechende Messungen zeigen, dass der Durchsatz der SWoM den anderer BPEL Engines signifikant übersteigt.

Die SWoM steht zur Zeit in Version 3.0 zur Verfügung. Momentan unterstützt die SWoM noch nicht alle BPEL Konstrukte; ob und wann sie realisiert werden ist noch nicht definiert, da das primäre Ziel die Erreichung hoher Perfroemance ist und nicht unbedingt die Abdeckung aller BPEL-Konstrukte.

Kontakt

Frank  Leymann
Prof. Dr. Dr. h. c.

Frank Leymann

Institutsleiter

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